Eine japanische Teekanne wählt man vor allem nach dem Tee, den man trinkt, und nach der Art, ihn zu servieren: allein oder zu mehreren, täglicher Sencha oder ein Tee zum Teilen. Es gibt drei große Familien. So unterscheiden Sie sie.
Die Teekanne aus Gusseisen: für Wärme und zum Teilen
Japanische Teekannen aus Gusseisen stammen vor allem aus Morioka in der Präfektur Iwate, wo das Nanbu tekki, das Gusseisen der Region, seit dem 17. Jahrhundert verarbeitet wird. Schwer und standfest, halten sie die Wärme gut.
Achtung vor einer häufigen Verwechslung. In Japan wird der Wasserkessel aus Gusseisen (Tetsubin), unemailliert, auf das Feuer gestellt, um Wasser zu erhitzen. Die Teekanne aus Gusseisen hingegen ist innen emailliert und dient nur zum Aufgießen: Sie kommt nie aufs Feuer. Unsere Teekannen aus Gusseisen gehören zu dieser zweiten Art, mit herausnehmbarem Edelstahlsieb für losen Tee.
Ihre Reliefdekore zeigen klassische Motive: Arare, kleine erhabene Noppen wie Hagelkörner, Kirschblüten, kleine geometrische Blumen oder Goldfische. Mit 600 bis 650 ml eignen sie sich gut für mehrere Personen.
Pflege: mit klarem Wasser ausspülen, ohne Spülmittel oder Scheuerschwamm, dann mit offenem Deckel trocknen. Keine Spülmaschine, keine Mikrowelle, kein Herd.
Die Kyusu aus Tokoname: die Teekanne für Grüntee
Die Kyusu ist die japanische Teekanne mit seitlichem Griff: Man hält sie in einer Hand und schenkt mit einer Drehung des Handgelenks ein. Tokoname in der Präfektur Aichi zählt zu den sechs alten Öfen Japans und ist für seine Teekannen bekannt.
Unsere Kyusu aus Tokoname haben ein eingebautes Sieb, je nach Modell aus Keramik oder Edelstahl, das die feinen Blätter des Sencha zurückhält. Mit 310 bis 520 ml sind sie Teekannen für den Alltag, für eine bis drei Tassen Sencha oder Hojicha. Manche sind mit einer Pfingstrose graviert, andere mit einer Trauerkirsche verziert.
Pflege: von Hand mit klarem Wasser spülen.
Die Teekanne aus Keramik: leicht und farbig
Keramik-Teekannen aus der Region Mino, rund um Toki und Tajimi in der Präfektur Gifu, sind leichter und oft farbiger: Schmetterlinge, Fächer, Aranami-Wellen, Retro-Blumen. Sie fassen etwa 500 ml, genug für zwei bis drei Tassen, und mehrere passen zu unseren Bechern. Manche haben ein eingebautes Sieb.
Pflege: Handwäsche empfohlen, Spülmaschine nicht empfohlen; mikrowellengeeignet.
Welches Fassungsvermögen?
Als Richtwert:
- 300 bis 400 ml für eine oder zwei Personen;
- etwa 500 ml für zwei oder drei Personen;
- 600 bis 650 ml für einen Tee zum Teilen.
Ein Tipp für Grüntee
Japanischer Grüntee mag kein kochendes Wasser, das seine Bitterkeit hervorhebt. Lassen Sie das Wasser nach dem Kochen etwas abkühlen. Sencha zieht kurz: meist etwa eine Minute, je nach Geschmack und Angaben zum Tee anzupassen.
Häufige Fragen
Kann eine Teekanne aus Gusseisen aufs Feuer?
Nein. Unsere Teekannen aus Gusseisen sind innen emailliert und dienen nur zum Aufgießen. Nur der unemaillierte Wasserkessel aus Gusseisen, der Tetsubin, kommt aufs Feuer.
Welche Teekanne für Sencha?
Die Kyusu mit seitlichem Griff ist die traditionelle Form: Ihr feines Sieb hält die kleinen Sencha-Blätter zurück.
Sind japanische Teekannen spülmaschinenfest?
Nicht Gusseisen und nicht Tokoname-Ton. Bei Keramik wird Handwäsche empfohlen.
Entdecken Sie alle unsere japanischen Teekannen sowie unsere Teeservices, Teetassen und Teedosen, um Ihre Teeblätter vor Luft und Licht zu schützen.



